Ein Abschiedslied (Poetry, Song Lyric)

Printer-friendly versionPrinter-friendly versionPDF versionPDF version

This text was digitized and graciously donated to Sophie by Dr. Albrecht Classen, University of Arizona

1. Mit lüst vnnd liebe ich weiche dahin,
Nach gottes willenn,
Aus diesem daell der betrubnusse schwer,
Sannfte vnnd bin stille,

Was gott mir geredet hat,
Das wirt er an mir beweisenn,

2. Das alles thüt Christüs war gottes Sohn,
Der friede furste,
Der mich in diesem elennde schwer,
Nicht lassenn dorstenn,
Daraus warhafftig erkannt,
Das er sei der rechte helffer,

3. Denn hohen konig rieff ich ann,
Denn wunderlichenn,
Ann seiner hilffe zweiuelt ich nicht,
Des Treibers stock zu spilternn,
Er heist Radt, Helt vnnd Krafft,
Inn Im hat mein seuftzenn ein enndt,

4. Ewiger vater ist sein Name,
Wo Esaias tut sagenn,
Dartzu die schrifft sagt offennbar,
Er habe nie gelogenn,
Wie menschennkinder,
Dauonn bin ich betrogen,

5. Mein laüff zur lanndt hab ich gethan,
Thue vonn hinnen scheidenn,
Auf die crafft des hernn setz ich mein Ziell,
Der wird mich woll geleitenn,
Durch seine enngell ahn alle fahr,
Trew aufrichtig ahn allenn schadenn,

6. Will hiemit denn liebenn gott
Alles heimstellenn,
Euch vertzeihenn vnnd ganntz vergebenn,
Lass euch nicht entgeltenn,
Er ist seiner gleubigenn schutz vnnd schilt,
Der behuete vnns Inn allen enden, Amen,

Nicht vnns nicht vnns sunder Deinem nahmen die ehre.

Bibliographic Information
Publication Date: 
Am Sonntag Estomihi 1555