Ayn Sendbrieff vonn ainer Andaechtigen frummen klosterfrawen von Marien Stayn (Letter, 1524)

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This text was digitized and graciously donated to Sophie by Dr. Albrecht Classen, University of Arizona


 Ayn Sendbrieff / vonn
 ainer Andaechtigen frummen klo
 sterfrawen von Marien
 stayn / an yren brueder
 Endris vonn wegen der Luthe-
 rischen ler.
 etc.

Im jar. M.D. XXiiii.

Schwesterlichen gruoß zuouor lyeber bruoder / das du meinn liebe gsch wey dein haußfrauw vnd ewere inder gesundt seyt erfrewt mich. Wenn mich von der bruoderlichen vnd schwesterlichen lieb in der wir vns in Christo liebn sollen. Weder der Luther noch kain enngel schaiden soll / wie des hailigen Paulus vertrauwen ist / als er geschriben hat zuo den Roemern am. 8. Capitel.

Ich versich mich auch lieber bruoder Endris das dye ytz so in deinem schreiben nechst an mich gethonn gebriefft wurd / Von des Luthers wegen / nit also gar in deinem bruoderlichem hertzen wyder mich ertzündt sey / Vnd ob das wer / so wil ich nach des hayligen Peters radt in dem dritten capitel seiner ersten Epistel / berait sein vnd guot willig mit senfftmuotigkait dyr Antwurtt zuogeben. Des glaubens vnd getrauens / so ich zuo got habe Damit die hytz deines hertzen gestildt müg werden. Du schreibst mir erstlich / du seyst nit luterisch sonder du seyst Crhistus der dein seligmacher ist / Den ich dir als meynem bruoder gar gern begynn / doch mir vnbenommenn / wann er mein seligmacher auch ist / Darnach schreybstu du woellest in dem glauben nit sein / darinn vnsern forderen gewesen sein / vnd sagst du woellest nachuolgen dem hailigen Ewangelii vnd den gepottenn Gottes / vnnd sagst nit sein / das der Luther gifft ein mischt / vnd woellest meiner falschen leer nitt volgen / Sprichst auch hytzigklich / die heüchler kommen vnd sagen vns wie wyr mit vnserm orden / kutten / beetten / vnd fasten selig vnd hailig werden vor andern menschen / Willich an dem letzten stuck antwurt zuogeben anheben.

C Wyss lyeber bruoder / dz mich auch deyn schwester Vrsula / kain heüchler / ja kain ordens man noch mensch geleert hat / das mich kutten / orden beetten noch fasten (A ii) hailig noch selig mach / Aber ich bin gelert worden vnd bericht / ich sol mein best vermügen thuon / nach loblich er gewonhait / fasten / beetten / wie Christus selbs auch sant paulus geleert haben / vnd soll doch darbey wissen dz der herr Christus gesagt hab, wie der ahilig Lucas. am 17. capitel erzelt. So ir thuot alles das euch gepoten ist / so sprecht wir sein vnnütze knecht / Mir ist auch fürgefallen / wie der hailig Vsaias am 64. capitel spricht / Alle vnser gerechtigkait ist gleich als ain vnrayn tuoch. So sagt auch der ahilig Gregorius / Woelcher mensch tugent sammlet on demuetigkait / der tregt staub gegenn dem wyndt / von dem er schedlichen verplendt würdt / Ich wayß auch wol das mich dye kutten als wenig selig macht / als die burger zuo Koelen ir füchsen vnd maerdren schaubenn vnnd andern Christen zerschnydtenn huett / vnd außgeschnytten schuoch / versich mich auch zuo Got / so andern Christen gemeldte vnd andre klaidung nit schedlich sey / vns werden vnser schwartz maaenel weiß roeck vnnd hembdt gegen Gott on nachtayl seyn / Nun ist dein fürnemen lieber bruoder du woellest die gepot gottes halten vnd das haylig Euangelium / Zo hat Got gebotten vatter vnd muoter zuo eeren / ist on zweyfel Cristus vnser vater erstlich vnd zuom fordersten der hat seynen jungern vngezweyffelt auch vnns verhayssen zuoschicken den Gayst der warhait / der nvs aller warhait sol berichten / wie der ahilig Johannes am. 16. sagt. Besorg ich mich yme grosse vneer zuo messen / so ich glauben vnd sprechen wolt / er hette soellichs zuosagens nachet fünftzehenhundert jar vergessen / vnd mein frummen vorfarn meinen hertzlieben vater vnd gleich alls lyebe muotter / die in Got also ruowet yrren vnd in vnglauben verfaren vnd verderben lassen / dein fürnemen ist auch lieber Endris / das hailig Euangelium zuo halten / hetest du dann gelesen den hailigen Matheum im anfang des vii. cap. da er erzelt / Wie Christus vnnser seligmacher gesagt hat / Vrtailt nit / so werdt ir nit geurtailt / Verdampt nit / so werdt ir nitt verdampt / so hettest du als ich guetigklich glaubt / nit als hytzigklich geurtaylt / dye yhenigen die du nye gesehen besunderlich nit gehoert hast daz sy mich / oder ander leern / die kutten / boeten / vasten machen vns hailig / du hast auch nye als ich yetz bedacht bin / von mir noch von emeinen schwestern gehoert dz wir dich dein frumme haußfraw mein hertz liebe geschweyen Vrtailen oder verdammen / oder glauben / das du oder sye yn irem klaid oder standt / auch ander viltausent erber Burger vnd burgerin zuo Nüernberg vnd anderswa / nit selig moecht werden / Sunder wir halttenn euch für frumm christen / vnd so ir bey vns seyt / freündtlich / guetlich vnd Eerlich / woelcher gaist / oder woelcher fünfft Euangelist erlaubt vnd gepeüt dann / dz die Lutherischen / ich sag nit mich / die on zweyffel scheltens wirdig verdient bin / Ya vil erber /gotsferchtiger / Gotliebender junckfrauen in kloestern / auch ander ordens leüt die sy nye gesehenn noch erkant haben / die inen nye layds gethon haben / dermassen ich vil hoer verurtailen vnd verdammen /welches alles / Got / Cristus / die Euangelia die zwelff poten nit gebotten / sunder verpoten haben / vnd ob gleich ettlich in kloestern werden / die vnuolkommen / vnd sündig wern / haben sy daumb Gotes vnder Euangelien beuelch /gleich von zechner wegen hundert / von hundert wegen /tausent zuo uerurtailen vnd zuo verdammen / wurdest du mich alls ain verstaendtiger Euangelischer man / nit billich strafen. So ich von zehenn frawen wegen die yr Eer vnnd Ee nit achttenn / vnnd ab dem weg tretten /hundert / Erber / Loeblicher / vnd frummer frawen zuo Nürnberg / Augspurg / oder Noerdling vnerber achtenn ver (A iii) dammen wolt vnd vrtailen. Oder wo der yendert inn eyner stat ein Burgermaister oder ein Radtsherr vnfrüncklich handelt das ich aller stett Burgermayster vnd Radtsherrrn vnfrvmm achtten wolt vnd schelten. Gehoert nit einem Euangelischen mann vnd menschenn zuo /zuo betrachten vnd zuo haltten das Christus der guettig herr geboten hat / wie der ahilig Lucas schreybt am 6. capitel. Seyt barmhertzig als ewer vater barmhertzig ist. wie barmhertzig ist vnser himmelischer vater. wie im buoch der geschoepff Genesis am 18. geschribenn stadt. Wolt er von wegen zehen gerechter / die vbermessig dye sündig stat nit vertilgken Het nit billich der Luther solichs bedacht / vnd von etlicher frummer kloster junckfrawen wegen / etlich vngeschmeht lassen / Oder sol ich glauben / dz alle klostermenschen die der Luther gesehen / vnd nit gesehen hat verboeßt / verleümbt vnd zuo verachten sein. Ich wils nit glauben / wann ich waiß dz noch grosse zall frummer erber menschen in kloester sein auch vngezweyfelt / vnder den Burgern vnd burgerini / in Staetten vnd Baurn auch beürin / yn doerffern / vnd lyessen gar wol ein ander bleiben / vnd erkennten vns bruoder vnd schwester in Cristo vnd besfliß sich yeder seinem standt rechtt zuo thon. Vnd liessen ein ander vnueracht vnd vnuerleümbt / vnd gedechten wie der hailig Paulus spricht zuo den Roe. am ersten capitel. Das got die nachreder haßt vnd die ander menschen verlümbdten / dz ich lieber bruoder nitt von dir sag / Aber vonn den yhenigen so des Luthers leer hoch preysenn vnnd etwann zuo vns kummen / hoer ich nichts nit meer / dann Bapst / Bischoff / Pfaffen / München / Nunnen / lestern / schenden / schmaehenn /vernichtten / Vasten / Beeten / vernichten / so sy solchs vom Luther leernen / beuilch ich deinem verstandt / ob es dem honig mer / dann dem gifft / zuo gleichen sey / ich findt in kaynem Euangelio dz Christus schelten vnd schmaechen geleernet hab / Er hat beuolhen wie Matheus schreibt am. 22. capitel / Dem Kayser das ist der oberkait zuogeben was yr zuo stet / Man lyßt auch im buoch die geschicht der zwelf botten am. 23. capitel / Da der hoch priester der judenn schafft Ananias des hailigenn Paulus mund beualch zuo schlagen / sprach Paulus / Gott würdt dich schlagen du geweißte wandt / Warumb beuilchst du mich wider das gesatz zuo schlagen / d a sprachen die Juden zuo Paulo / Schyltest du den hoechsten priester Gotes. Antwurt Paulus / Bruoder / ich hab nit gewißt dz er der oeberst priester ist. Wann ich waiß dz geschriben stett. Exodi. 22. Du solt den Fürsten deines volcks nit schelten / So hat selbs der hailig Paulus in der epistel zuo den Roemer am 13. capi. Gebotten der oberkait gehorsam zuo sein / Auß welchem allem zuouersteen / das vergiffte leer ist / so man leerenn wolt die oberkait zuo schelten vnd schmehen / wie wol war ist / man solit vnrecht thon nit loben / sunder sy des Cristenlich ermanen vnd got für sy bitten / Als auch Gott durch den prophetten Hieremiam den Juden so vnder künig Nabuchodonosor geangen war / der doch ein Hayd vnd ein abtgoetter diener was / beuolchen hat für sein stadt Babilon zuo pitten vnnd der selben fryd / wye dann geschriben ist. Hieremie. am. 29. capitel. So dann vasten / vnd beeten also zuouernichtten wer / wie die Lutherischen sagenn auch mit wercken ertzaygen / Warumb hatt dann Christus gesagt Mathey am. 6. capitel. So ir vastet solt ir nit werden traurig als gleißner. Vnd Mathey am 9. capi. hat er gesagt von seynenn Jungern / So der spons vonn inen würdt genommen. Dann so werden sy vasten / vnd Mathei am. 17. capi. hat er gesagt von dem boesen gaist / dise artt des boesen gaist /geet nit auß dem menschen / dann durch vasten (A iiii) vnnd beeten / So wurd der hailig taeuffer Johannes / Mathei am dritten capitel. nit gelopt / das er in der vasten. Kapon vnd kalbskoepff geessen hab / sunder waldhoenig vnd hewschrickel sey sein speyß gewesen / So hat der ahilig Paulus beuolhen in der anndern Epistel zuo Corinthi. am 6. capitel. Wir sollen vns ertzaygen vnd halten als die diener Gottes mit gedultigkait mit wachen vnd vasten etc. So wür durch den hailigen Lucam. am andern cap. Gelobt die Eerenwirdig Anna die ein Prophetissyn gewesen / das sy bey dem tempel blyb / vnd Gott dienet mit vasten vnd betten tag vnd nacht / Auß dem allem ist zuouersteen /das zuo zeytten abpruch vnder speyß vnd trancks dem Euangeli vnd sant Paulus ler nit widerwerttig / sunder Gott dem herrn angenem sey. Woelches seinen goetlichen gnaden auch in dem alten Testament gefellig gewesen ist / als man llyßt Hieremie. an dem 35. capitel / Das sey gewesen ein man genandt Rochab von dem ein sun ist kummen genant Jonadab / welcher Jonadab / hatt vnder andern /beuelch / seinen sünen vnd kinden gepotten sy sollen nit weyn trincken. Da nun die Juden das gesatz Gottes verachten / vnd irer frummen voroeoltern loebliches wesen verlassen heten / Beualch gott dem propheten Hieremias / das er das volck vnd maenner so von Jonadab Rochabs sun waren geporn inden tempel solt fordern / vnd in becher vnd toepff mit weyn für setzen / vnnd zuo in sagen / dz sy wein trinncken /Antwurten sy vnd sprachen / wir werden kain wein trincken / wann vns vnser vater jonadab Rochabs sun gepotten hat / wir sollen ewigklich kain wein trincken / das wir vnser haußfrawen / vnd kinder / byß diser zeit gehalten haben / da sagt Gott zuo Hieremia. See hyn vnd sag den Juden / Werdet ir nit zucht leernen / shet die wort Jonadabs / seyn krefftiger gewesen gegen seinen kindern vnd sünen / dann mein wort gegen euch / Wann sein sün haben sein gebot gehalten vnd haben kain weyn getruncken / Aber ir seyt mir vngehorsam gewesen / vnd Hieremias sagt zuo dem hauß gesindt vnnd geschlecht der Rochabiten die Jonadabs sun warn / also sagt Got darumb das ir dem gepot eweres vataers Jonadabs gehorsam seyt gewesen / vnd habt gethon wz er euch beuolchen hat / soll auß ewerem geschlecht kaynes mans zerrynnen der vor mir stee / Auß diser histori zuouernemen dz nit wider got ist / alt loeblich gewonhait hannd zuo haben / oder so die oberkait etwz ordnet / das nit wider die gebot Gottes ist / vnd dz got wolgesfelt / daz die ordensmenschen ir oerden vnd gelübdt halten / Wann wo dz niet wer / het der hailig Hiere. gleich als wol zuo den Rochabiten gesprochen / Ey trinckt wein / ir seyt narren / glaubt ir dz euch eweres vaters aufsatzung hailig oder selig machen. Es ist ain menschlicher fund vnd gesatz / ir solt es nit halten / der hailig prophet hat wol wissen gehabt / dz got nit wider ist / zymlicher abprucht/ vnd guotte / vnd den tugenden furderliche gwonhai / Darumb hat er durch gotes beuelch / gelobt die rochabiten / die ires vorvatern Jonadabs gebot gehalten hetten / der da onguuorlich dreühundert jarn daruor gestorben wz / Auch hat Cristus gesagt wie dann oben geschriben ist. Luce am. 18. ca. Man sol ymmer beeten vnd nit treg werden / so hat sant Paulus in dem .5. ca. der ersten epistel zuo den Thessa. geschriben / Yr solt beeten on vnderlassen / Aber die Lutherischen die sich doch Euangelisch nennen / Sagen vns von dem allen nichts / Sunder man soll Bapst Münich / vnnd Pfaffenn erschlagenn / Vnnd Kloester zerstoeren / vnnd die Klosterfrawen vertreyben / So doch der kloster standt nit freuenlich noch auß boesem fürnemen. (A v) Sunder auß des hailigen Paulus ler vnd gschrifften vrsprunng hatt / Wann er in der erstenn Epistel zuo den Corint. am endt des y. cap. Also hat geschriben / woelcher sein junckfrawen einen man gibt der thuot wol / woelcher sy kainen mann gibt der thuot bessers / vnd vor disen worten im selben capitel / ist auch also geschryben / So ayn junckfraw ein man nimpt so hat sy nit gesündet / Aber soelche werden leiden vnd truebsal haben ires leibs / vnd mueßen gedencken was der welt ist / aber ein junckfrauw die kain man hat / gedenckt vnd betracht / was Got des herren ist / dz sy sey hailig an leib vnd gaist / dise wort haben zuo hertzen gefuert vil loeblicher junckfrawen / vnd haben ynn fürgesetzt nit zuo heiraten / haben auch gelobt junckfreülichkait zuo haltten / als auch vor Aylff hundert jarenn gethon hat Marcelliina des hailigen Abmrosius schwester / vnd nahet bey tausent jaren des hailigen Gregorius drey beßlein Tatsilla/ Emeliana / vnd Gordiana / woelliche Gordiana ires gelübts vergessen hat / dauon Gregroius vil schreibt vnd ir solchs zuo dem üblesten außlegtt. Da nun solcher junckfrawen vil worden sein / auch gelesen vnd gehoert haben / die wort des hailigen Pualus / die geschriben sein in der ersten Epistel zuo den Corint. am. 6. cap. Flyehent die vnlauterkait oder vnkeüschait / haben sy ermessen dz die junckfrawschafft nit besser zuo halten dann durch flyehung vnd meydung der vrsach vnd boeser anraitzung vnd gegen wurff doch besunderlich durch die hilf vnd gnad gotes vnd messigkait speiß vnd getrancks / haben sy angehebt sammlung zuo machen / vnd abgeschaiden in gemayn zuo leben / dz on zweiffel nit wider got sunder der Paulischen leer gemeß ist / vnd ob etlich weren oder sein die disem grund nit nach kommen / so kan doch kain frummer sprechen / dz von etlicher Eeprecher vnd eeprecherin wegen der Eelich standt zuo uerfluochen vnd alle eeleüt zuo uertreyben vnd zuo vertilgken sein / der gleychen ist auch gegen dem Kloster standt zuo rechnen / dem nach hetten die Lutherischen vil loeblicher zuo schreiben vnd schreyen / wider Gots lesterung vnd ander laster / auch wider zuo trincken / dz Cristus verproten hat da er sprach. Sehet dz eüher hertzen nit beschwert werden durch fresserey vnd trunckenhayt. Lu. am 21. cap. vnd der hailig Paulus hat gesagt in der epistel zuo den Gal. Das die werck des flaisch sein vnraynigkait / zorn /zwytracht / Neyd / fresserey vnd trunckenhait etc. Vnd sprycht darauf S. Pau. Ich sag euch als ich vor gesagt hab / Woelche dise ding thueen / werden dz reich Gottes nit besitzen. Aber ich hab noch vo kainem buoch gehoert dz der Luther wider dz schendlich zuotrincken geschriben hab / allain ist yetz dz geschray wider die Klosterleüt /vnd wurtt von in vnder andern gesagt / sy glauben sy werden durch ir kuten / orden / vasten / vnd beetten selig / vnd hailig meer dann ander menschen an dem man inen gemaingklich vnrecht thuot / Wye ich am ersten angezaygt hab / ich waiß auch wol dz mich Christus erloeßt / selig vnd frey gemacht hat / aber der hailig Pau. hat geschriben zuo den Galatern an dem 5. cap. also / Yr seyt erloeßt vnd frey gemacht / ab er sehet dz ir dise freyhait nit gebt nd gebraucht / zuo vrsach dem flaisch wie man nun dise freyhait gebraaucht. Ist mir nit zuo schreiben / du sichst es vnd hoerst es selbs wol. Mit dem wil ich zuo dem gestatt zuolaitten / vnd beschlaüß mein antwurt also / wz der Luther guots geschriben hatt vnd gelert oder noch schreibt vnd leert das bestaet Got / was in seiner leer anders ist / daz zerstoer Gott / Lyeber bruoder Endris verzeych mir / du hast mich zuom schreiben genoet. Vnserm hertzlieben vater etc. Wünsch ich alles guots etc.

Got sey lob

 

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Publication Date: 
1524