Die Veilchen (Drama, 1877)

Printer-friendly versionPrinter-friendly versionPDF versionPDF version
Die Veilchen: Lustspiel in einem Aufzug von Marie von Ebner-Eschenbach

Personen:
Graf Sigmund Andlau
Franziska, seine Frau
Gräfin Blaten
Gräfin Neuberg
Baronin Wolf
Baron Rathhausen
Ein Diener

(Eleganter Salon. Links, am Camine ein Tisch, Canapé und Fauteuils. Rechts, am Fester ein kleiner Marmortisch, auf dem eine Blumenvase steht, zwei Fauteuils.)

Erster Auftritt.
(Sigmund und Franziska an dem kleinen Tische. Diener steht von Franziska und präsentirt auf silberner Platte ein großes Veilchenbouquet.)
Diener. Graf Ahlfeld läßt sich erkundigen nach dem Befinden der Frau Gräfin und anfragen, ob e rim Laufe des Vormittage sine Aufwartung machen dürfe?
Franziska. Freilich, freilich, ich erwarte ihn.
Diener. Sehr wohl. (Will gehen.)
Franziska. Vergessen Sie ja nicht: Ich ließe danken, schönstens—bestens—ich hätte eine große Freude gehabt.
Deiner. Sehr wohl. (Ab.)
Franziska (das Bouquet zu Sigmund hinüberreichend). Da Ist das nicht liebenswürdig?
Sigmund (nimmt die Blumen). Ein prächtiger Strauß Eins—drei—fünf, eigentlich sechs Sträuße in einen zusammen gebunden. Ach, wie das duftet . . . . Mich mahnt's an unsere Wälder, wo jetzt auch die Veilchen blühen. Franziska. Mich mahnt's an den guten Menschen, der mir die Blumen geschickt hat. Ist Ahlfeld nicht vortrefflich? Er sucht meine Gedanken zu errathen, mir den kleinsten Wunsch zu erfüllen.

Sigmund (faßt ihre Hand). Thut er das allein?
Franziska. Ich sagte gestern vor ihm und—noch einem Anderen, daß ich Veilchen über Alles liebe.
Sigmund. Du?—Ich dachte, Julie Neuberg hätte es gesagt.
Franziska. Sie sagte mir's nach.
Sigmund. Und sah Ahlfeld dabei an.
Franziska. Wenn sie's gethan, hat sie den Rechten angesehen. Er versteht doch, was man meint, wenn man sagt: Ich liebe Veilchen über Alles!
Sigmund. Liebst Du Sie, so freu' Dich an den lebendigen. Das find ja nur arme sterbende. In Andlau, geliebtes Kind.
Franziska. In Anblau und immer in Anblau!—Geliebter Mann: Die Veilchen habe ich auf dem Lande durch neunzehn Jahre genossen, erlaube mir sie im zwanzigsten—in der Stadt zu genießen. Bester—ich bin so zufrieden hier, über jede Beschreibung . . . Das Herz geht mir auf unter allen den prächtigen Menschen, die ich täglich kennen lerne. Niemals hätte ich geglaubt, daß es so viele gute Menschen gäbe. Wie kommen wir Alle entgegen, wie lieben mich Alle Sigmund, ich freue mich, daß ich lebe—Du hast eine glückliche Frau 
Sigmund. Nun, dann bin ich ein glücklicher Mann 
Franziska. Es thut so wohl, geliebt zu warden, und mich liebt man, weiß Du das?

4
Sigmund. Aus eigenster Erfahrung.
Franziska. Dich meint' ich nicht. Daß Du mich liebst, versteht sich von selbst, wärst Du sonst mein Mann?—Aber mich lieben auch Leute, bei denen sich's nicht von selbst versteht.
Sigmund. Ist das möglich?
Franziska. Alles liebt mich—Alt und Jund, Groß und Klein.
Sigmund. Was da fleucht und freucht—die ganze Menschheit und die ganze Arche Noä—Dash an der Spitze.
Franziska. Ah, Dash (Klingelt. Diener kommt. Zu ihm.) Ist das Kammermädchen mit Dash nach Hause gekommen?
Diener. Noch nicht. (Ab.)
Franziska (am Fenster). Wie lange sie ausbleibt 
Sigmund. Bei diesem Wetter . . . . Und Dash hat nicht einmal einen Regenschirm mitgenommen.
Franziska. Schlechter Spötter —Alfo: Mich liebt man, ich habe Freunde, wahre Freunde gewonnen in dieser kurzen Zeit 
Sigmund (lacht). Haha . . . . Wahre Freunde, hier?
Franziska. Zuerst meine edle Gräfin Berg.
Sigmund. Die laß' ich gelten, die Eine.
Franziska. Dann Ahlfeld—Julie—Auguste—
Sigmund. Das sind mir die rechten 
Franziska. Höre sie nur reden.
Sigmund. Reden? . . . . Du mußt nicht Alles für ausgemacht halten, was sie—reden. In einem Scheffel Schmeichelei geben sie Dir kaum ein Körnchen Wahrheit.
Franziska. Mir zu schmeicheln fällt Niemandem ein.
Sigmund. Glaubst Du?—Ich versichere Dich des Gegentheils. In der Welt sagt man einander angenehme Unwahrheiten. Das nennen die Leute liebenswürdig sein.
Franziska. Und sollten es eigentlich falsch und verächtlich nennen.
Sigmund. Kind . . . . Beurtheile nur die Anderen nach Dir selbst. Sagst Du allen Deinen „guten", „vortrefflichen" Freunden immer die blanke Wahrheit?
Franziska (zuversichtlich). Immer 
Sigmund. Liebes Herz, wenn jede kleine Unwahrheit, die Du gesagt hast, seitdem wir in die Stadt gekommen sind, (seufzend) um hier unsere letzten Honigwochen zuzubringen, Dich nur eines Deiner Haare gekostet hätte—so viele ihrer sind, heute müßten wir zum Perrückenmacher schicken.
Franziska. Genug, zu viel! . . . . Was muß ich hören? Du hältst mich für eine ausgelernte Lügnerin, vielleicht auch Heuchlerin–warum nicht gleich auch Räuberin und Mörderin?
Sigmund. Franziska!
Franziska. Welche Anklage, mein Gott, welche gräßliche Anklage!
Sigmund. Von einer Anklage ist nicht die Rede. Ich behaupte eine Thatsache ohne sie zu verdammen, wenn ich sie auch nicht gerade lobe.
Franziska. Nicht loben, heißt tadeln.
Sigmund. Bitte um Enschuldigung.–O Frauenlogik!
Franziska. Nicht loben heißt nicht tadeln!–O Männerweisheit!
Sigmund. Schon zwanzig Jahre und noch so kindisch!
Franziska. Erst dreißig Jahre und schon so grundgescheidt!
Sigmund. Ich will mich nicht ärgern, liebes Kind . . . .
Franziska. Warum denn nicht?–Aergere Dich nur; ich ärgere mich sehr.
Sigmund. Die Uhr schlägt Eins. Nun werden sie gleich da sein, die „guten", „vortrefflichen" Freunde. Erlaubst Du mir, bei jeder kleinen Unwahrheit, die in den nächsten sechzig

5
Minuten über Deine Lippen kommt, einen dieser Veilchensträuße zum Frester hinauszuwerfen?
Franziska (welche inzwischen die Blumen in die Vase gesetzt hat). Mich dazu, wenn ich lüge!
Sigmund. Dich? . . . . Dich erst dann, wenn alle Sträuße schon draußen sein werden.
Franziska. Bei der siebenten Lüge?!–Gut, ich gebe Die die Erlaubniß dazu.
Sigmund (drückt ihr die Hand). Ich danke Dir. Aber–an Deinem Geburtstage soll ich Dir den Hals brechen?
Franziska. Wird den Hals nicht kosten, der Sand vor dem Hause ist ja hoch aufgeschüttet.
Diener (meldend). Das Kammermädchenist mit Dash nach Hause gekommen.
Franziska. Endlich!
(Diener ab.)
Sigmund. Dash?–Ein Wink von oben. Schicksalsmächte, ich verstehe Euch. – – Ncah dem sechsten Strauße fliegt Dash! (Geht zur Thüre und ruft hinaus.) Bringt Dash in mein Zimmer.
Franziska (ängstlich). Du wirst doch nicht? . . . .
Sigmund. Deine siebente Lüge tödtet das süße Thier, und Du sagst nicht eine!
(Diener trägt einen Korb, in dem ein kleines Hündchen liegt über die Bühne und geht ab.)
Franziska. Du hast recht. Also Topp–eingeschlagen.
Sigmund. Der Vertrag ist geschlossen.
Franziska. Unter einer Bedingung. Wenn alle Besuche fort find und alle Sträße noch da find, liestest Du knieend Abbitte.
Sigmund. Von ganzem Herzen.
Franziska (die Thür öffnend, hinter welcher der Korb mit dem Hündchen vermuthet wird). Ja was macht denn mein Dash, mein lieber? . . . . Bist froh, daß Du micht wieder siehst, – sag' ja, mein Dash! So–so, nur ruhig!–Placire Dich!
Diener (meldend). Frau Gräfin Neuberg. (Ab.)
 
Zweiter Auftritt.
Vorige. Julie.
Franziska. Willkommen, Liebste! (Umarmt Julie.) Dein Namenstag, nicht wahr?
Julie. Dein Geburtstag, nicht wahr?
Franziska. Ich gratulire!
Julie. Ich gratulire! (Zu Sigmund.) Guten Morgen Ihnen. (Sie legt Hut und Shawl ab.)
Franziska. Nun, mache sie sich?–Bringen wir sie zusammen?
Julie. Wir bringen sie zusammen.
Franziska. Herrlich, ich bin entzückt!
Julie (zu Sigmund). Und Sie?
Sigmund. Ich bin bereit, es zu werden, haben Sie nur die Gnade, mir zu sagen worüber?
Franziska. Er fragt!
Julie. Sie fragen?
Sigmund. Ich frage: Wovon ist die Rede?
Franziska. Wovon spricht seit acht Tagen die ganze Stadt?
Julie. Was bewegt alle Gemüther, setzt jeden Ehrgeiz in Bewegung?
Sigmund. Nun?
Julie. Die lebenden Bilder–
Franziska. Die wir arrangiren.
Sigmund. So?
Franziska. Wir sagen es ja in einem fort.
Sigmund (zuckt die Achseln). Ich habe eben nichts gehört.
Franziska (zu Julie). Uebernimmt Ahlfeld die Direktion?
Julie. Wir übernehmen sie, Ahlfeld und ich; mein Bruder ist Regisseur Baron Rathhausen zeichnet schon die Costume.

6
Sigmund. Schon? . . . .
Julie. Wir brauchen die Bilder morgen, es müssen Wunder von Geschwindigkeit geschehen.
Sigmund. Und die erwarten Sie von Rathhausen, dem umständlichsten aller Menschen?
Julie. Umständlich ist er, das muß man sagen.
Franziska. Wohl auch ein wenig langweilig dazu.
Sigmund. Findest Du? (Zu Julie.) Und wenn er mit ihr spricht, hört sie ihn an mit einer Aufmerksamkeit! . . . . Es sieht aus, als wollte sie jedes seiner Worte verschlingen.
Julie. Wäre eine unverdauliche Speise.
Franziska. Es sieht auch nur so aus. Ich mache ein neugieriges Gesicht und höre ihm gar nicht zu, sondern denke, was mich freut.
Sigmund. S–o? . . . . Daran erkenn' ich meine aufrichtige Frau.
Franziska. (Zu Julie). Hast Du die Listeder Glücklichen mitgebracht, denen wir erlauben mitzuwirken?
Julie. Hier ist sie. Wir waren strenge, Ahlfeld und ich.
Sigmund (leise zu Franziska). Schon wieder: Ahlfeld und ich. Was behaupte ich immer?
Franziska (ebenso zu ihm). Unmöglich, Sigmund.–Eine verheiratete Frau! (In der Liste lesend, laut.) Gut, vortrefflich–aber, wo bleibt Betty, und–Adele und meine Freundin Auguste?
Julie. Die Eine ist alt, die Andere häßlich, die Dritte–Beides. Wir können sie nicht brauchen.
Franziska. Liebe Julie, ich kann mich mit Augusten nicht verfeinden, sie ist Ohr und Auge der Oberstkanzlerin. Ich bin um das Marienkreuz eingekommen und bedarf einer Fürsprecherin bei der boshaften Excellenz. Ueberdieß lieb' ich Auguste und sie kann ohne mich nicht leben.
Julie. Umglaublich!
Franziska. Ich glaube es.–Sie hat es mir gesagt!
Julie (lacht). Sie glaubt etwas, weil man ihr's sagt! . . . . Herzensfind, werde älter und Du glaubst bloß deßhalb eine Sache nicht, weil man sie Dir gesagt hat.
Sigmund. Hört! Hört!
Julie. Zur Tagesordnung. Aus dem Macbeth machen wir kein Tableau, reflectiren also auf deine drei–Damen nicht.
Franziska. Wohlan, wenn es sein muß.–Ich spfere Auguste, jedoch mit schwerem Herzen, mit bösem Gewissen. Nun erweise mir das Schicksal nur die einzige Gunst, sie heute nicht hieher zu führen. Ich könnte ihr nicht in die sehen . . . . Ihr kleinen Götter des Zufalls, Euch ruf' ich an! . . .
Diener (meldend). Baronin Wolf! (Ab.)
Franziska. Das ist zum Verzweifeln!
Sigmund (für sich). Zum Entzücken!
 
Dritter Auftritt.

Vorige. Auguste.
Franziska (ihr entgegen). Liebste, beste Auguste, wie schön, daß du kommst!
Wie freut mich's, Dich zu sehen . . . .
Sigmund (der sich gegen Auguste verneigt hat, stürzt zum kleinen Tische und wirst bei Franziska's letzten Worten ein Bouquet zum Fenster hinaus). Numero Eins!
Franziska (sieht es, für sich). Adieu, Abbitte. Darauf hatt' ich vergessen.
Auguste (macht Julien, die zu Sigmund getreten ist und leise mit ihm spricht, eine kalte Verbeugung). Die Gräfin Neuberg. Ich bitte, sich nicht stören zu lassen.
Julie. Worin denn, liebe Baronin?

7
Auguste. In dem eben geführten Gespäche. (Leise zu Franziska.) Nimm Dich vor der Kolette in Acht!
Franziska. Ich?
Auguste. Was mich hierher zieht, ist die Sympathie für die Frau des Hauses. (Sie setzt sich zu Franziska.)
Sigmund. (leise zu Julie). Die Baronin erweist mir die Ehre zu glauben, daß Sie . . . .
Julie. Lächerlich und abscheulich! (Für sich.) Sie wär im Stande mich zu verleumden, bei–Ahlfeld.
Franziska (zu Auguste). Was willst du sagen?
Auguste.–Nicht, mein gutes armes Kind . . . . Unter Anderem, Liebste! Ich komme von der Kanzlerin. „Andlau's arrangiren Tableaux," sagte sie. „Ich glaube es nicht," sage ich.–„Eine so wichtige Sache unternimmt Franziska ohne mein Wissen nimmermehr."
Franziska.–Natürlich–(Blickt zu Sigmund hinüber, der eben im Begriffe ist, ein zweites Bouquet aus der Schale zu nehmen, und stockt.) Wie könntest du glauben, daß ich–daß wir . . . .
Auguste. Was ist dir, Franziska? (Für sich.) Mit welcher Unruhe sie hinüberblickt!–Ganz verloren vor Eifersucht. (Laut.) Hab' ich nicht Recht gehabt?
Franziska. Freilich–nein–das heißt . . . (winkt Julien, leise.) Hilf mir, ich weiß nicht, was ich ihr sagen soll.
Julie (zu Auguste). Wir wollten Sie überraschen, liebe Baronin, abe das ist unmöglich. Sie sind allwissend. Ja denn, wir machen Tableaux.
Auguste. So. So.
Franziska (sehr rasch). Bei denen wir auch dir eine Rolle zudachten. . .
Sigmund (wirft das zweite Bouquet zum Frester hinaus). Numero Zwei!
Franziska. O weh!
Julie (leise zu Franziska). Was thust Du? (Zu Auguste.) Unter den Zusehern nämlich. (Tritt wieder zu Sigmund.)
Auguste. War das deine Meinung, Franziska?
Franziska. Meine Meinung–ich–versteh' mich recht–
Auguste. So sprich doch, liebes Herz!
Franziska (nachdenkend). Das geht! (Laut.) Unsere Meinung war–meine Meinung vor allem anderen–(leise) Das geht wieder nicht . . . Ei–ich kann nicht helfen! (Laut mit Entschlossenheit.) Die die Wahl zu lassen–willst Du mitwirken, Liebste, so wird es uns eine Freude sein. (Für sich.) Das Dritte ist hin!
Sigmund (das dritte Bouquet zum Fenster hinausschlendernd). Numero Drei!
Auguste. Nun–wir werden sehen–ich verspreche nichts, aber–wenn ich durchaus unentbehrlich wäre . . .
Julie (leise zu Franziska). Da hast du's!–Man muß sie auf andere Gedanken bringen. (Laut.) Und Sie sprechen uns gar nicht von unserer verehrten Fran Kanzlerin?
Auguste. Ich fand sie sehr verstimmt.
Julie. Verstimmt? Das wäre! Wissen Sie denn, daß man sich in der Stadt erzählt, ihre Stellung sei erschüttert?
Auguste. Geschwäz!
Julie. Man nennt sogar ihre Nachfolgerin.
Auguste. Ich bitte Sie!–Und wer sollte das sein?
Julie. Die Gräfin Berg.
Franziska. Wär's möglich? Die edle liebenswürdige Gräfin Berg? Welch' ein Tausch!–Es wäre ein, wahres Glück– –
Auguste. Doch nicht für Dich? Ei, ei Franziska. Du solltest nicht Partei für sie ergreifen; die Berg ist die intimste Feindin der Frau Kanzlerin und die Frau Kanzlerin ist Dir sehr gewogen.

8
Franziska. Nun ja, gegen mich war sie immer sehr gnädig, gegen Andere jedoch–
Auguste. Was gehen Dich die Anderen an?–Du wirst noch heute einen Beweis ihres Wohlwollens empfangen.
Franziska. Auguste, versteh' ich Dich?
Auguste. Bist Du nicht vor drei Tagen um das Marienkreuz eingekommen?
Franzika. Freilich, freilich.
Auguste.–Mit welchem Erfolge, wird die Gräfin Platen selbst mittheilen, und zwar–hier, und zwar–sogleich.
Franziska (aufspringend). Die Oberstkanzlerin bei mir?!
Julie (spöttisch). Welche Ehre! (Für sich.) Zu mir kann sie nicht kommen!
Auguste. Bei Dir!–Um Dir persönlich die Freude auszudrücken, die es ihr macht, die Gewährung Deiner Bitte mit ihrem ganzen Einflusse zu unterstützen.
Franziska. (fällt ihrem Manne, dann Augusten, dann Julien um den Hals.) Ich hab's! Ich hab's! Ich hab' das Kreuz!
Auguste. Drei Tage nach Einreichung Deines Gesuchs. Ein seltener Fall, ein unerhörter. Ich weiß Pesonen, die seit drei Jahren fortwährend um das Kreuz petitioniren und es nicht erhalten können.
Julie. Vermuthlich trägt eine kleine Bosheit der Frau Kanzlerin die Schuld.
Ausguste. Oder eine kleine Mangelhaftigkeit im Stammbaume. Es soll an einer Urgroßmutter fehlen.
Julie (für sich). Unverschämt!–Die ihrige war eine Wäscherin!
Diener (meldend). Herr Baron Rathhausen.
(Rathhausen tritt ein, ein Mappe unter dem Arme. Begrüßung. Diener ab.)
Rathhausen. Schöne Damen: „Vor Euch wir beugen unser Knie.„
Franziska. Thun Sie das im Geiste, bester Baron, in der Wirklichkeit jedoch–setzen Sie sich nieder.
Rathhausen. Mit der Ausführung der Costum-Zeichnungen für die darzustellenden Tableaux betraut, erlaube ich mir, den Entwurf derselben einem (zu Augusten) eben so reizenden (zu Franziska und Julie) als erfahrenen Areopag vorzulegen.
Auguste. Immer liebenswürdig der Baron!
(Rathhausen breitet die Zeichnungen auf dem Tische aus. Erstes Tableaux: Theuerdank.)
Auguste. At–deliciös! (Leise zu Franziska.) Schauerlich!
Rathhausen (zu Sigmund). Das bist Du–Theuerdank–Maximilian. (Zu Franziska.) Das sind Sie–Prinzessin Ehrenreich–Maria von Burgund.
Franziska (mit einem Ausrufe des Schreckens). Das bin ich?!
Rathhausen (zu Julie). Das sind Sie–die schöne Mechtildis.
Julie. Ent–entzückend! (Leise zu Sigmund.) Eine Vogelscheuche.
Rathhausen. Was sagen Sie, meine Damen?
Auguste (für sich). Ce sont des horreurs. Sie werden aussehen wie die Narren. (Laut.) Charmant, Baron! Charmant! Ich bewundere in Ihnen einen kleinen Kaulbach.
Rathhausen (küßt ihre Hand). O gnädigste Baronin–einen ganz kleinen! (Zu Franziska.) Ihr Urtheil, schönste Gräfin?
Franziska. Mein Urtheil?–Im Ganzen–(zu Sigmund hinüber blikend) das heißt im Einzelnen . . . Ich versichere Sie, lieber Baron . . .
Rathhausen. Im Ganzen sind Sie zufrieden?
Franziska (für sich). Der gute Mensch–ich kann ihn nicht kränken. (Laut.) Sehr zufrieden.

9
Sigmund (wirft das vierte Bouquet zum Fenster hinaus). Numero Vier.
Franziska (leise). Numero Vier auch dahin wegen eines armseligen: Sehr zufrieden? (Trotzig.) Warte! Wenn ich schon für eine Lücke bezahlen muß, so soll's doch wenigstens eine tüchtige sein. (Zu Rathhausen.) Prächtig sind Ihre Bilder, Baron! Ich habe nie etwas Schöneres gesehen.
Rathhausen. Sie sagen das nicht bloß, um mir Freude zu machen? Es ist Ihre wirkliche Meinung?
i. Meine wirkli . . . . (mit einem Blicke nach den Veilchen.) Nein!–es sind nur mehr zwei Sträuße übrig, die muß ich mir für die Kanzlerin aufheben. (Zu Julie.) Ich darf nicht mehr lügen–lüge Du für mich.
Julie. Vom Herzen gerne. (Zu Rathhausen.) Können Sie noch zweifeln? Sie is ja ganz begeistert!
Diener (meldend). Ihre Exzellenz, Frau Gräfin Platen.
(Alle stehen auf.)
Auguste. Sagt ich's nicht? Da ist sie!
(Gräfin Platen tritt ein. Diener ab.)
Franziska. Sie ist's. Gräfin, diese Ehre, dieses Glück–dieser Besuch . .
Platen. Die wilkommene Gelegenheit, Sie meiner freundlichen Gesinnungen zu versichern.
Franziska. Ich weiß nicht, wie ich meine Freunde ausdrücken soll–
Platen. Ich lese sie auf Ihrem Gesichte.
Auguste (zur Platen). Bekömmt sie das Kreuz?
Platen. Es ist ihr so gut wie gewiß, kostet micht nur mehr ein Wort an die höchste Frau. (Zu Franziska.) Sie ahnen nicht, was mich eigentlich hierher führt?
Auguste (zu Franziska). Sie will Dich überraschen–sag' nein! Du bist mir's schuldig.
Franziska. Nein, Gräfin, ich habe kein Ahnung. (Seufzend.) Numero Fünf!
Sigmund (schlendert das fünfte Bouquet zum Fenster hinaus.) Numero Fünf!
Platen (feierlich). Die Achtung und Liebe, welche ich für Sie hege, kennend, wird Ihre Hoheit Ihr Gesuch um allergnädigste Verleihung des Marien-Kreuzes auf meine Bitte zu bewilligen geruhen.
Franziska. O–theuere Gräfin!
Rathhausen. Ich gratulire!
Auguste. Und ich!
Julie. Und ich!
Sigmund. Meine Frau ist Euer Excellenz sehr verpflichtet.
Franziska. Ihnen allein verdanke ich diese Glück, Ihre unsäglichen Güte für micht!
Platen. Ihre Dankbarkeit thut mir wohl. In einer Stellung, wie die meine erfährt man sie selten. Mann kommt zu oft in die Lage Anderen nützlich zu sein und für nichts strafen uns die Menschen härter als für Dienste, die wir ihnen erwiesen haben.
Auguste. Ja wohl, Ja wohl.
Franziska. Ist das möglich?–So schlecht könnten die Menschen sein? Dann wär's ja ein Unglück zu leben!
Platen. Halten Sie es denn für ein Glück?
Franziska. Bis jetzt ist mir's so vorgekommen.
Platen. Ihre Jugend erklärt diesen beneidenswerthen Irrthum. Wenn Sie einmal meine Erfahrungen–Doch ich bin heute besonder verstimmt–durch einen netten Schmerz, eine neue Enttäuschung . . .
Franziska (für sich). Die arme Frau!
Auguste. Was ist geschehen, Theuerste?
Platen. Gräfin Berg ist abgereist.
Alle Uebrigen. Abgereist?!
Platen. Und ohne Abschied, ohne mir Lebewohl zu sagen.

10
Auguste. Die Herzlose! Nach Allem, was De für sie gethan hast!
Julie (zu Sigmund). Jetzt die Platen allmächtig! (Laut.) Also fort ist sie?–Glückliche Reise, ich weine ihr nicht nach. Verzeihen Sie, Gräfin, aber wir können Ihren Schmerz nicht theilen. Nicht wahr, Franziska?
Sigmund (zu Franziska). So sprich doch, liebes Kind.
Franziska. Nicht?–o ja . . . 
Julie (leise). Schweige! (Laut zur Platen.) Ihre Güte beurtheilte diese Dame mit einer Nachsicht, die ihr von uns nicht zu Theil wurde. Nicht wahr, Franziska?
Franziska. Nachsicht?
Julie. Einen Augenblick, ehe sie kamen, Gräfin, sprachen wir davon–Franziska und ich, wie schrecklich es doch wäre, wenn die Intriguantin ihr Ziel erreichte, das–Sie wissen es nicht, Frau Kanzlerin, Sie sind zu edel, zu großmüthig, um derlei Dinge für möglich zu halten–kein anderes war als: Sie aus die Stellung zu verdrängen, in welcher Sie so segensreich wirken–in welcher Sie unersetzlich sind!
Platen (zu Auguste). Eine geistreiche Frau, die Neuberg. Ich weiß nicht, was Du gegen sie hast. (Laut.) Man sagt mir wohl, daß Gräfin Berg diese Absicht hegt, allein ich habe es nicht geglaubt. Uebrigens–möglich, daß ich mich irrte–möglich, daß Andere die Gräfin besser zu beurtheilen verstanden als ich. (Zu Franziska.) Wer sagt mir doch, daß Sie sehr gut mit ihr gewesen sind?
Franziska. Ich–ich . . .
Julie (leise zu ihr). Um Gottes Willen, es gilt das Kreuz! (Einsagend.) Du kanntest sie kaum . . . .
Franziska. Ich kannte sie kaum . .
Sigmund (stürzt zum Tischchen und wirst das letzte Bouquet zum Fenster hinaus). Numero Sechs!
Franziska. Was habe ich gethan?! Das war feig! Das war schlecht!
Julie. Wir fanden sie unbeschreiblich widerwärtig, wir Beide und alle Welt. Nicht wahr, Franziska?
Sigmund (öffnet die Thüre ins Nebenzimmer.) Dash! Ich muß ihn in der Nähe haben.
Platen (sehr freundlich.) Ei, ei–so unbeliebt wäre die Berg in der Gesellschft? Was meint unsere kleine Gräfin dazu?
Julie. Rede!
Sigmund. Dash! Komm mein kleiner Dah!
Franziska. Laß' das Sigmund–ich weiß ja doch, Du machst nicht Ernst. Auch ist's nicht nöthig–ich bin beschämt genug.–(Mit muthvollem Entschluß.) Frau Kanzlerin, Gräfin Berg ist meine verehrte Freundin–ich schätze sie, ich liebe sie, und verachte mich, daß ich sie einen Augenblick verläugnen konnte.
Platen. Verläugnen?–ja, warum denn?
Franziska. Ich dachte–ich meinte.
Platen. Doch nicht, es thun zu müssen, mir zu Gefallen? . . . . Ich will nicht hoffen, daß Sie so klein von mir denken?
Franziska. Gräfin–Gräfin–
Sigmund. Gnade, Ezcellenz, mit den diplomatischen Ränken meiner Frau. Euer Excellenz sind zu großmüthig, um es nicht zu verschmähen, einen Gegner, der Ihnen so wenig gewachsen ist, ganz zu vernichten. 
Platen. Na–tür–lich. (Zu Auguste.) Ein unausstehlich süffisanter Mensch! (Laut.) Vernichten? Diese reizende, kleine Frau?–Wenn Sie wüßten, wie gnädig Ihre Hoheit ihr gesinnt sind, wie sie heut wieder sagten: „Die süße, kindliche Andlau"–so kindlich–zu kindlich fast, um jetzt schon das Marien-Kreuz . . . (Zu Auguste.) Der Orden ist keine Kleinkinderbewahr-Anstalt! (Wendet sich zu

11
Julien.) Wenn ich nicht irre, bewerben auch Sie sich um das Kreuz!
Julie (verneigt sich zustimmend).
Auguste (rasch und spitz). Aber es fehlt an einer Urgroßmutter.
Platen. Ganz recht. Ihre Urgroßmutter jedoch war?
Julie. Eine Freiin von Thal.
Platen (zu Rathhausen). Die sind gut.
Rathhausen. Mit uns verwandt. So alt wie die Welt.
Platen (zu Julie). Ihr Gesuch ist doch eingereicht? Die höchste Frau weden es veilleicht heut' noch signiren. (Zu Franziska.) Und das Ihre–Gräfin, wird–wie gesaft–seinerzet Berücksichtigung finden. Um ein wenig Geduld darf man bei Ihre großen Jugend wohl bitten.
(Franziska und Julie machen eine tiefe Reverenz. Platen schreitet majestätisch hinaus, von Sigmund bis zur Thüre begleitet. Auf der Schwelle bleibt sie stehen und sich zurückwendend.)
Platen. Auguste!
(Platen ab.)
Auguste. Gelich, mein Engel! (Zu Franziska.) Was hast Du gethan?
Julie. Was hast Du gethan?
Franziska (mit unterdrückten Thränen). Das Kreuz ist dahin!–Thut mir leid! . . . . (Zu Julie.) Ich will's verschmerzen, wenn, was ich verliere–Du gewinnst.
Julie. Mein Herzenskind!
Rathhausen (Sigmund auf die Schulter klopfend). Höre, ich sage Dir, Du hast eine merkwürdige Frau!
Diener (meldend). Graf Ahlfeld! (Ahlfeld tritt ein. Er hält die sechs Veilchensträuße in der Hand und geht rasch auf Franziska zu, ohne Julie gleich zu bemerken, die in's Fenster getreten ist, dessen Vorhänge sie ihm verdecken.)
Ahlfeld. Gräfin, was bedeutet das? Vor fünf mInuten trete ich den Hof und siehe da, mir fliegt aus diesem Fenster ein Veilchenstrauß entgegen. Ich hebe ihn auf und finde auf dem Boden umhergestreut noch fünf andere Sträuße, dieselben, welche ich Ihnen mit meinen Glückwünschen heut zu schicken wagte.
Julie (vortretend). Mit Ihren Glückwünschen? Sie vergessen also nur die Festtage Ihrer alten Freunde.
Ahlfeld (schlägt sich vor die Stirne.) Ihr Namenstag . . . . (Leise und flehend.) Julie!
Franziska. For mit den Blumen! Fort! . . . . Ich mag sie nicht sehen!
Ahlfeld. Warum? Was haben . . .
Franziska. Jeder dieser Sträuße mahnt micht an eine Lüge, eine Falschheit.
Ahlfeld (bestürzt). Lüge?–Falschheit?–
Julie (leise zu ihm). Auch mich! Auch mich!
Ahlfeld (ebenso zu ihr). Ich schwöre Ihnen . . . .
Auguste. Was werden wir hören?
Franziska. O meine Freunde, meine lieben Freunde! Unwahr bin ich gegen Euch Alle gewesen.–
Alle (außer Sigmund). Unwahr?
Franziska. Aber es soll gut gemacht werden. Keine neue Lüge mehr und die alten–ehrlich eingestanden!
Sigmund. Was fällt Dir ein, Franziska!
Franziska. Grenzenlos aufrichtig will ich sein.–
Ahlfeld } (zurückweichend). Gräfin!
Julie } Verschone mich!
Franziska. Was fürchtest, Du Liebste?
Auguste (sich an Julien's und Ahlfeld's Verlegenheit weidend). Dei Gräfin fürchtet, zu hören, was man von ihr denkt, könnte sie hochmüthig machen.
Franziska (wirst sich Augustchen um den Hals). Ausgeschlossen war Du von unseren Tableau's, Theuerste! . . . .
Sigmund. Da haben wir's! } (Fast zugleich.)
Julie. Sie ist verrückt! } 
Rathhausen. Sie ist merkwürdig!}

12
Auguste. Ausgeschlossen? . . . . Und das sagst Du mir noch?!
Franziska (zu Rathhausen, mit gefalteten Händen). Ihre Bilder, o bester Baron! Finde ich nichts weniger als prächtig . . . .
Sigmund. Franziska!
Julie. Sie wird gefährlich.
Ahlfeld (hängt ihr den Shawl um). Gehen wir, bevor die Reihe an uns kommt.
Rathhausen. Nichts weniger als prächtig?
Sigmund. Hilf Gott, sie hat einen förmlichen Anfall von Aufrichtigkeit!
Auguste.–Ausgeschlossen–ich!–ich! . . . . O meine Ahnung! O mein betrogenes Herz!
Franziska. Nicht doch–nicht doch–ich liebe Dich ja, und jetzt erst recht!
Auguste. Laß' das. Ich habe von Freundeschft geträumt–ich bin aufgewacht.
Sigmund (begütigend). Suchen Sie wieder einzuschlafen.
Auguste. Niemals! (Wendet sich zum Gehen.)
Franziska. Bleibe! bleibe!
Auguste. Adieu!
(Die Herren verneigen sich. Aususte geht ab.)
Franziska. Sie hat mich verlassen!
Julie (die inzwischen ihren Hut aufgesetzt hat). Das werden alle Deine Bekannten thun, wenn Du ihnen nichts zu sagen weißt, als die Wahrheit.
Franziska (will ihre Hand fassen). Ach Julie! Meine liebste Freundie! Vielleicht meine einzige! Dir habe ich ja gar nichts . . . .
Ahlfeld (ihr in's Wort fallend). Die Gräfin will auch nichts hören.
Julie. Nein!–Lebewohl. Ich wünsche diesem Hause, das zu einem Tempel der Aufrichtigkeit gemacht werden soll, recht viele Besucher . . . . Unter denen ich selten zu treffen sein dürfte.
(Die Herren verneigen sich. Julie ab.)
Franziska. Auch sie! Auch sie!
Ahlfeld (halblaut zu Sigmund). Ich muß folgen–Du begreifst.
Sigmund. Ja wohl. Geh', bevor meine Frau ebenfalls zu–begreifen anfängt.
Franziska. Lieber Sigmund, mir scheint ich habe schon angefangen. (Nimmt die Veilchen, die Ahlfeld auf das Tischchen gelegt hat und reicht sie ihm.) Nehmen Sie Ihre Veichen mit, Graf Ahlfeld,– das sind nur arme sterbende, und ich gehe, mich an den lebendigen zu freuen.
Ahlfeld. Ich gehorche, Gräfin. (Geht ab.)
Sigmund. Ha' ich verstanden? . . . . Du willst fort?
Franziska. Was soll ich noch hier, wenn ich den Leuten nicht mehr zu sagen weiß, als die Wahrheit?–Welche Menschen, Sigmund! Welche Menchen!–Du behältst Recht,–ich habe nicht einen einzigen Freund!
Sigmund (knieend). Einen doch!
Rathhausen (ebenso). Und noch einen.
Sigmund. Sieh' Dich um, Franziska.
Franziska (thut es, und erblickt den knieenden Rathhausen). Wie?–Was?–Sie [?] da? Gehen Sie–folgen Sie den Andern, lassen Sie mich allein mit meinem Schmerz, mit meiner Enttäuschung und–(stürzt in Sigmund's Arme) mit meinem Manne!
Rathhausen (sich erhebend). Oh–wenn Sie mich dulden wollten in dieser Gesellschaft!
Franziska. Bester Baron–als meinen Freund?
Rathhausen. Als Ihren Verehrer! (Zu Sigmund.) Du hast wohl nichts dagegen?
Sigmund. Nicht das Geringste!–Nach Andlau! . . . . Du besuchst und doch–Verehrer?
Rathhausen (zu Franziska). Darf ich?
Franziska (reicht ihm die Hand). Nach Andlau, –dort wollen wir allen Leuten die Wahrheit sagen.
Sigmund. Nicht Allen. Geben wir unser Bestes nur den Besten. Mit den Uebrigen seien wir–liebenswürdig.

ENDE

Bibliographic Information
Publication Date: 
1877
Publication Place: 
Wien
Number of Pages: 
12 page(s)