Nelly Sachs

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Pseudonyms: 
Leonie Sachs

Wie Gertrud Kolmar wuchs die Jüdin NelIy Sachs als wohlbehütete Tochter im wilhelminisch-großbürgerlichen Milieu Berlins auf, um dann Schrecken und Terror des Nazi-Regimes zu erfahren. Im Frühjahr 1940 gelang ihr zusammen mit ihrer Mutter die Flucht nach Stockholm. Die Rettung verdankte sie der Fürsprache der schwedischen Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf, mit der sie seit 1907 Briefe gewechselt hatte.

Das im Exil begonnene Gedichtwerk entstand unter dem Eindruck der sich häufenden Todesnachrichten von Freunden und Verwandten. Schreiben bedeutete für sie die Möglichkeit, aus dem sprachlosen Entsetzen herauszufinden.

Nelly Sachs schrieb neben Gedichten auch Mysterienspiele und szenische Dichtungen und machte sich einen Namen als Übersetzerin schwedischer Lyrik, von der sich ihr dichterisches Schaffen ebenso beeinflußt zeigt wie von altjüdischer Tradition und religiöser Mystik.

1966 erhielt sie gemeinsam mit dem israelischen Dichter Agnon den Literaturnobelpreis.

Life
Birthdate: 
December 10, 1891
Birth Location: 
Berlin Germany
Death Date: 
May 12, 1970
Death Location: 
Stockholm, Sweden

Works by Nelly Sachs