Elisabeth Langgässer

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Image and author biography donated by Gisela Brinker-Gabler from her work, Deutsche Dichterinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Gedichte und Lebensläufe.

Elisabeth Langgässer wurde in Alzey, Rheinhessen, geboren, wuchs in Darmstadt auf, wurde Lehrerin und lebte seit 1929 in Berlin. Dort gehörte sie zum Kreis um die Zeitschrift "Kolonne" (Günter Eich, Peter Huchel) und lernte Wilhelm Lehmann kennen, der damals vor allem als Lyriker von bedeutendem Einfluß war. Elisabeth Langgässer veröffentlichte insgesamt drei Gedichtzyklen, "Der Wendekreis des Lammes" (1924), "Die Tierkreis-Gedichte" (1935) und "Der Laubmann und die Rose", die in ihrer Metaphorik den christlichen Kosmos, die magisch gesehene Natur und die heidnische Antike einbeziehen.

Elisabeth Langgässers umfangreiches Werk, zu dem neben Lyrik auch Romane und Erzählungen gehören, entstand unter starken inneren Spannungen. "lmmer mehr fühle ich freilich erst, was es heißt, eine Kerze an beiden Enden anzuzünden", mit diesen Worten der amerikanischen Dichterin Edna St. Vincent Millay bezeichnete sie selbst ihre Situation. Sie hatte Gewissenskonflikte, da ihr unbändiger Arbeitswille ihr nicht genügend Zeit für die Familie, vor allem für ihre vier Töchter ließ. Hinzu kam der Druck der äußeren Verhältnisse. 1936 erhielt sie als Halbjüdin Schreibverbot, 1944 wurde sie dienstverpflichtet, nur ihre Ehe mit einem "Arier" bewahrte sie vor Schlimmerem. Ihre älteste Tochter wurde ins KZ gebracht, erst 1947 erfuhr sie von ihrer Rettung. Während des zehnjährigen Schreibverbots entstand unter anderem der Roman "Das unauslöschliche Siegel", der sie nach seiner Publikation 1946 für kurze Zeit zur bekanntesten Dichterin im Nachkriegsdeutschland machte.

Life
Birthdate: 
February 23, 1899
Birth Location: 
Alzey, Germany
Death Date: 
July 25, 1950
Death Location: 
Karlsruhe, Germany
Family
Children: 
Cordelia

Works by Elisabeth Langgässer