Louise Brachmann

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Pseudonyms: 
Karoline Louise Brachmann
Klarfeld
Sternheim
Louise B.

Image and author biography donated by Gisela Brinker-Gabler from her work, Deutsche Dichterinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Gedichte und Lebensläufe.

Der Vater von Louise Brachmann war kursächsischer Beamter in Weißenfels, die Mutter eine gebildete Pfarrerstochter, die ihre Kinder selbst unterrichtete. Eine schwärmerische Jugendfreundschaft verband Louise mit Sidonie von Hardenberg, der Schwester des Dichters Novalis. Novalis gab ihr richtungsweisende Anregungen und empfahl sie Schiller, der 1798 und 1799 erste Gedichte von ihr veröffentlichte.
Wegen einer Ehrverletzung unternahm sie 1800 einen Selbstmordversuch. In den darauffolgenden vier Jahren starben die Eltern, eine Schwester und ihre drei Jugendfreunde, die Geschwister Erasmus, Sidonie und Friedrich von Hardenberg. Da sie völlig mittellos war, beschloß sie, ihren Lebensunterhalt als Schriftstellerin zu verdienen, was sie zur Vielschreiberei zwang. Es gelang ihr trotz mehrfacher Versuche nicht, eine Verbindung zu einem bedeutenden Verlag herzustellen; ihre Gedichte und novellistischen Arbeiten erschienen in zeitgenössischen Taschenbüchern und Unterhaltungsblättern. Unglückliche Liebesbeziehungen, ihre ungesicherte Existenz und die scheinbare Mißachtung ihres Talents gaben ihr schließlich das Gefühl, ihr Leben verfehlt zu haben. Bei einem Versuch, ihrem Leben in der Saale ein Ende zu machen, wurde sie rechtzeitig von Passanten bemerkt; wenige Tage darauf unternahm sie einen erneuten Versuch. Mit einem Stein im Umschlagtuch beschwert, ertränkte sie sich.

Life
Birthdate: 
February 9, 1777
Birth Location: 
Rochlitz, Germany
Death Date: 
September 17, 1822
Death Location: 
Halle (Saale), Germany

Works by Louise Brachmann